Trotz Arbeitsrecht: Probezeit oft strittig!

Bei Neuschließung von Arbeitsverhältnissen wird zunächst meist eine Anstellung auf Probe vereinbart. Dieser umgangssprachlich "Probezeit" genannte Zeitraum dient zur gegenseitigen Prüfung und dauert üblicherweise sechs Monate. Wie es nach dieser Probezeit weitergeht, kommt ganz auf den Vertrag an. Zweierlei erlaubt das Arbeitsrecht: Probezeit mit anschließendem unbefristetem Dauerarbeitsverhältnis (falls keine Kündigung innerhalb der Probezeit erfolgt) oder ein befristetes Probearbeitsverhältnis, das automatisch endet.

Dies erscheint auf den ersten Blick klar geregelt im Arbeitsrecht. Probezeit ist dennoch ein Thema, bei dem es oft zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt. Viele Arbeitnehmer (und auch Arbeitnehmer) gehen zum Beispiel davon aus, dass sie während der Probezeit grundsätzlich keinen Kündigungsschutz genießen. Das ist jedoch nicht der Fall, unter bestimmten Umständen können Arbeitnehmer vor einer Kündigung geschützt sein - entsprechende Möglichkeiten finden sich im Arbeitsrecht. Probezeit muss daher nicht zwingend den Kündigungsschutz aufheben.

Während der Probezeit können kürzere Kündigungsfristen vereinbart werden, als sonst üblich. Mindestens ist jedoch eine Kündigungsfrist von zwei Wochen zu vereinbaren. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen im Arbeitsrecht: Probezeit mit einer Kündigungsfrist von zwei Tagen ist aufgrund tarifvertraglicher Regelungen in bestimmten Fällen ebenfalls möglich.

Bei Fragen rund um die Probezeit hilft Fachanwalt Frank Jumpertz. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht sowie der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im DAV verfügt Herr RA Jumpertz über umfassendes Know-how und steht Ihnen gerne für eine anwaltliche Beratung rund um Arbeitsrecht & Probezeit zur Verfügung. Sprechen Sie uns zur Terminvereinbarung einfach an - entweder rund um die Uhr über unser Kontaktformular oder gerne auch direkt per Telefon.