Räumungsklage: Was nun?

Rund 20 Millionen Mietverhältnisse gibt es in Deutschland. Zwar kommt es immer wieder zu kleineren Meinungsverschiedenheiten, in den wenigsten Fällen sind jedoch die Unstimmigkeiten so groß, dass der Vermieter mit einer Räumungsklage droht. Dennoch: Räumt der Mieter, aus welchem Grund auch immer, nach der Beendigung des Mietverhältnisses die Wohnung nicht, so muss der Vermieter eine Klage auf Räumung der Wohnung vor dem zuständigen Amtsgericht erheben, beispielsweise auch für den Fall rückständiger Mieten..

Was umgangssprachlich als Räumungsklage bezeichnet wird, ist die Zwangsräumung einer Wohnung im Zuge der Zwangsvollstreckung des Räumungsurteils durch einen Gerichtsvollzieher. Sowohl der Räumungsprozess als auch die nachfolgende Zwangsräumung sind in aller Regel mit nicht unerheblichen Kosten, die zunächst der Vermieter aufbringen muss, verbunden. Häufig können diese Kosten beim Mieter, der letztlich zur Kostentragung verpflichtet ist, nicht erfolgreich geltend gemacht werden.

Deswegen kommt es bereits beim Ausspruch einer Kündigung bis hin zur Zwangsräumung darauf an, die Entstehung zu hoher Kosten möglichst zu vermeiden, was je nach Fall durchaus möglich ist. Abgesehen davon müssen auch bestimmte Besonderheiten des Mietrechts und des Mietprozesses berücksichtigt werden: welcher Vermieter weiß schon, dass er einen Räumungsprozess nicht nur gegen den /die im Vertrag genannten Mieter, sondern grundsätzlich gegen sämtliche in den Räumlichkeiten lebende Personen führen muss? Welchem Mieter oder Vermieter ist bekannt, dass seine jeweiligen Schadensersatzansprüche binnen kurzer, sechsmonatiger Frist für immer verjähren und für den Beginn der Verjährungsfrist auch noch jeweils unterschiedliche Zeitpunkte maßgeblich sind?

Sprechen Sie deswegen vor einer Räumungsklage mit einem erfahrenen Anwalt und loten Sie aus, welche Möglichkeiten im Umgang mit der jeweils anderen Partei noch existieren. 

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