Ehevertrag

Der Bundesgerichtshof hatte sich erneut mit der Wirksamkeit von Eheverträgen auseinanderzusetzen.

Er hat entschieden, dass ein Ehevertrag nur dann als sittenwidrig und daher als insgesamt nichtig anzusehen ist, wenn konkrete Feststellungen zu einer unterlegenen Verhandlungsposition des benachteiligten Ehegatten getroffen worden sind.

Allein aus der Unausgewogenheit des Vertragsinhalts ergibt sich die Sittenwidrigkeit des gesamten Ehevertrages regelmäßig noch nicht.


Kategorie: Familienrecht
Von: Helge Boelsen, Fachanwalt für Familienrecht
29.08.2015